Neuer Glanz für altes Holz

Frisch geschliffen und etwa mit einem Hartwachsöl gepflegt, erhält der Dielenboden einen neuen, frischen Glanz.

Dielenböden schonend pflegen und aufbereiten

(mpt-14/48456a). Beim Kauf eines alten Hauses oder einer Altbauwohnung sollte auch ein Blick unter den PVC-Belag oder den Teppichboden geworfen werden. Bisweilen verstecken sich darunter wertvolle Holzdielen. In diesem Fall lohnt es sich, den Dielenboden aufzuarbeiten. Denn dies ist nicht nur günstiger, sondern meist auch viel attraktiver, als den Boden neu zu verlegen.

Wie wird der Dielenboden aufgearbeitet?

Heimwerker können alte Holzdielen selber bearbeiten, damit sie wieder in neuem Glanz erstrahlen:

- Zunächst werden Möbel, Teppiche und Sockelleisten entfernt, um eine freie Arbeitsfläche zu schaffen.
- Im Anschluss wird die Beschaffenheit des Bodens geprüft. Holzteile, die sich gelöst haben, werden festgeleimt und alle überstehenden Nägel und Schrauben versenkt.
- Nachdem der Boden nochmalig abgesaugt wurde, beginnen die Schleifarbeiten. Dies geschieht in Richtung des Lichteinfalls und parallel zum Dielenverlauf. Eine diagonale Schleifbewegung ist nur bei Unebenheiten oder starken Farbschichten empfehlenswert.
- Die Schleifmaschine wird ruhig über den Dielenboden bewegt. Damit keine unerwünschten Vertiefungen eingeschliffen werden, ist es wichtig, ständig in Bewegung zu bleiben und die Schleifwalze am Anfang und Ende jeder Spur kurz anzuheben. Nach dem Wechseln der Spur wird sie wieder vorsichtig abgelassen.
- Für ein restloses Entfernen des Altanstriches sind mehrere Schleifgänge erforderlich (in der Reihenfolge Körnung 80, 120, 180 und zum Schluss mit einer sehr feinen Körnung von 240).
- Leichte Dellen können mit dem Schleifgerät ebenfalls geglättet werden, während sich dies bei größeren Wölbungen oft als schwierig gestaltet. In diesem Fall ist es ratsam, eine eventuelle Feuchtigkeit austrocknen zu lassen und die verzogenen Dielen anschließend mit Schrauben zu fixieren. Bei Rissen können Holzleim und Schleifstaub vermischt werden.
- Vor dem letzten Schleifgang werden mit der Rand- und Eckenschleifmaschine die noch unbearbeiteten Flächen angeschliffen. Hier kann mit einer Körnung von 40 begonnen und der abschließende Feinschliff mit einer 100-er Körnung beendet werden.
- Nach Beendigung der Schleifarbeiten wird der Boden gründlich abgesaugt und feucht abgewischt.

Photovltaikversichrung vom Spezialisten Sollte Lack, Öl oder Wachs verwendet werden?

Abhängig vom gewünschten Resultat und der Beanspruchung wird der Dielenboden danach mit Lack, Öl oder Wachs poliert. Mit Lack versiegelte Böden sind robuster und pflegeleichter, während das Holz bei Ölen und Wachsen weniger pflegeleicht und abriebfest ist, allerdings die Atmungsfähigkeit beibehält. Bei geölten Oberflächen kann jeder Kratzer leicht überarbeitet werden. Bei einem lackierten Dielenboden hingegen ist in diesem Fall meist ein kompletter Neuanstrich erforderlich. Holz, das nur mit Öl behandelt wird, erfordert den größten Pflegeaufwand. Experten des Naturfarbenherstellers biopin empfehlen daher, die Dielen zusätzlich zu wachsen oder ein Hartöl oder Hartwachsöl zu verwenden, das ein gesundes Raumklima schafft. Nähere Informationen finden sich unter biopin.de. Die Oberfläche ist im Vergleich zur geölten Fläche leicht glänzend und kann jederzeit einfach nachbehandelt und repariert werden. Der Boden kann auf diese Weise leicht aufgearbeitet werden. Die Arbeit lohnt sich, denn der Dielenboden hält ein Leben lang.

Die richtige Verwendung von Hartöl

Vor dem Verarbeiten sollten Hartöl oder Hartwachsöl gut aufgerührt werden, bevor es ein- bis dreimal sparsam auf dem Dielenboden verteilt wird. Jeder Anstrich sollte gut trocknen. Hartöl, das nach 20 Minuten nicht eingezogen ist, wird mittels Gummispachtel abgenommen und verteilt. Bereits nach etwa fünf Stunden kann die Fläche poliert werden. Wird eine Maschine verwendet, sollte das Polieren in 24 Stunden erfolgen.

Natürliche Produkte verwenden - für ein gesundes Raumklima

Natürliche Holzschutzmittel wie Naturharze, Pflanzenöle, Bienenwachs oder Pigmente aus Mineralien gewährleisten neben einem dauerhaften Holzschutz auch ein gesundes Raumklima, denn sie enthalten keine gesundheitlich bedenklichen Stoffe. Auch die Profis aus dem Handwerk verarbeiten mittlerweile oft diese hochwertigen Produkte.